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Martin Helg vom Atelier A holt zum 3. Mal den Hauptpreis beim prix.vision
Mit einem engagierten Appell für die Berufslehre setzte sich Regierungsrätin Rosmarie Widmer Gysel für das duale Berufsbildungssystem ein.


prix.vision 2010: Nur Sieger und keine Verlierer

Zum ersten Mal in der Geschichte des nunmehr elfjährigen prix.vision gab es im Zunfthaus zun Kaufleuten nur Sieger zu feiern. Im Namen der Jury konnte Regierungsrätin Rosmarie Widmer Gysel dieses Jahr nur Siegerehrungen und stattliche Preissummen verteilen. Für die ehemalige Erziehungsdirektorin Grund genug, um die herausragende Bedeutung der Berufslehre in einem engagierten Appell als eine der wichtigsten Säulen in der Bildungslandschaft Schweiz zu bezeichnen. Den Hauptpreis 2010, dotiert mit Fr. 20‘000.-, holte sich das Atelier A mit dem Projekt „Stadtrandschule“. Im Rahmen dieses Projekts, das als Tagesschule geführt werden soll, ist die Schaffung von 2 bis 3 zusätzlichen Ausbildungsplätzen für die berufliche Grundbildung als Fachfrau/Fachmann Betreuung geplant. Diese Ausbildungsplätze werden durch den prix.vision mitfinanziert und sollen für Jugendliche reserviert bleiben, die mit Unterstützung von IV-Leistungen im geschützten Rahmen eine berufliche Grundausbildung erhalten sollen. Das Atelier A hat sich damit zum dritten Mal den prix.vision geholt, nachdem es 2004 bereits mit seiner Schuhwerkstatt für Schuhmacherlehrlinge und 2008 mit seinen Zusatzqualifikationen für Lernende die Jury überzeugte. Als wichtigen Impuls für die spätere Berufslehre beurteilte die Jury auch das Projekt von Tony Stamm, der die Gründung des Youth Computer Club Beringen vorsieht.
Bei diesem Projekt sollen Jugendliche von 12 bis 16 Jahren in Workshops in die verschiedenen Anwendungsgebiete und das technische Fachwissen in der Computerwelt eingeführt werden. Für dieses Projekt sprach die Jury eine Preissumme von Fr. 10‘000.- zu.
Überzeugen liess sich die Jury auch durch das dritte Projekt, das von Vera Meier vom Berufsbildungszentrum Schaffhausen BBZ eingereicht worden war. Dieses Projekt sieht vor, dass im Rahmen des Integrationskurses für fremdsprachige Jugendliche zusätzlich eine „Outdoor-Einführungswoche“ geschaffen werden soll, wo für Fähigkeiten wie soziale und persönliche Kompetenz, Zusammenarbeit, Eigen- und Fremdverantwortung sowie Eigeninitiative und Problemlösungsstrategien eine gemeinsame Basis geschaffen werden soll. Dieses Projekt wurde durch die Jury mit der Preissumme von Fr. 9‘500.- honoriert.
Der prix.vision, der durch die Peyerschen Familienlegate initiiert und finanziert wird und zum Ziel hat, die Berufsausbildung im Kanton Schaffhausen mit neuen Ideen und Projekten zu beleben und zu fördern, ist mit dem prix.vision 2010 bereits zum elften Mal vergeben worden. In dieser Zeit sind insgesamt 29 Projekte honoriert und unterstützt worden. Gemäss Jury-Präsident Dr. Jürg Peyer ein erfreuliches Resultat, da die meisten Projekte nach wie vor kräftig am Leben sind.